unser Rüde Rocky
Wir wohnen in dem Stadtteil Kiel - Friedrichsort. Eine kleine Verbindungsstraße mit dem Namen Fiedelöhr führt direkt in den Ort. Fiedelöhr kommt aus der plattdeutschen Sprache und heißt Friedrichsort.
Hündin Angelina
Hündin Angelina
Hündin Jassana unser Haus in Friedrichsort
So entstand der Zwingername „ut Fiedelöhr".
Übersetzt „aus Friedrichsort".

Den ersten Teckel kauften wir uns 1999
„Ben (Rocky) vom alten Apfelhof".
Mit ihm lernten wir sehr viel über die Teckel.

Aber nicht so schnell - wie fing unsere Geschichte überhaupt an?
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Renate Fohs
Wie alles begann
                             Die Geschichte begann eigentlich als Dieter sehr krank wurde.

Ich, Renate, sagte darauf hin sehr weise Worte: „So kann unser Leben nicht weiter gehen, unsere Gesundheit ist in Gefahr, wenn wir ständig im Winter hinter dem Ofen sitzen und wenig spazieren gehen." Nun gut, es ist auch sehr langweilig alleine zu wandern. So kamen wir auf die Idee, uns wieder einen Hund anzuschaffen. Es musste aber ein Langhaardackel sein.

Denn wir beide hatten, bevor wir uns kennen lernten, einen Langhaardackel. Dieters Langhaarrüde hieß „Raudi" und meiner wurde „Fuzzy" gerufen. Leider lernte ich den Raudi nicht mehr kennen. Er war schon im Hundehimmel. Dieter und Fuzzy lernten sich kennen und sie verstanden sich sehr gut. Doch mit 13 Jahren mussten wir uns wegen Krankheit von dem Hund verabschieden.

Der Tierarzt gab uns gleich die Adresse der Welpenvermittlungsstelle, es war Frau Elfriede Steffen. Also fuhren wir beide mit dem Auto zu Ihr. Wir klingelten an der Haustür, ein kläffen von 3 Hündinnen war zu hören. Wir strahlten uns an. Hier mussten wir richtig sein.

Von Frau Steffen bekamen Dieter und ich die Adresse von Frau Berendt in Brodersdorf, dort ist der Langhaarteckel-Zwinger „vom alten Apfelhof" zu Hause.

Gleich am selben Abend rief ich bei Frau Berendt an. Sie erzählte schon am Telefon, daß sie vier Rüden und eine Hündin hatte. Sie wurden am 02.04.1999 geboren. Die Hündin war allerdings schon vergeben. Am 10.04.1999 zum Nachmittagskaffee bekamen wir die Einladung.

Aufgeregt, fuhren wir nach Brodersdorf, klingelten an der Haustür und hörten schon vorher das Kläffen von Hunden. Die Tür wurde geöffnet, viele Hunde waren neugierig und begrüßten uns. Doch eintreten konnten wir noch nicht, da alle Hunde erst einmal Streicheleinheiten haben mussten. Angus, der Onkel des Wurfes, Alraune, die stolze Hundemami, Brixie die Mutter von Alraune und Angus und Walter, der sich später als gutes Kindermädchen entwickelte.

Im Hintergrund stand noch ein junger Mann, er stellte sich mit Jan vor, es war der Sohn von Frau Berendt. Als Dieter sich alle richtig angesehen und beobachtet hatte, zeigte er mit dem Finger auf Ben, er war der Dickste und auch der Frechste. Ben konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehen und riechen. Er war, erst eine Woche alt. Dafür war er ständig an der Zapfsäule bei Alraune.

Nun gingen wir in den Wintergarten und hatten viel zu erzählten. Es war eine nette Atmosphäre und Sympathie sprang über. Von nun an fuhren wir alle vierzehn Tage nach Brodersdorf um zu sehen, wie es den Welpen geht.

Es war der zweite Wurf aus dem Zwinger „vom alten Apfelhof", daher bekamen die Welpen die Namen mit „B". Die Schwester hörte auf den Namen, Blue Bell, die Brüder: Boss, Barbarossa, Brutus und „Ben".
Rocky mit Mutter Alraune
Jan schenkte Dieter und mir ein Bild von Ben, auf dem Bild lag er in Jan`s Hand. Dieses Bild begleitete Dieter in jedes Krankenhaus, so war der kleine Ben ständig in seiner Nähe.
Als die Welpen fünf Wochen alt waren, wurden sie in einem Wäschekorb in den Garten getragen. Dort spielten sie auf dem Rasen und tobten sich richtig aus. Es gab viel zu entdecken. Sie liefen in die Blumen und schnupperten an diesem und jenem Ort.
Als dann die ersten Zähne bei den Welpen kamen, wurden sie so richtig verwöhnt. Zum Frühstück gab es jeden morgen ein Toastbrot mit Leberwurst und als Höhepunkt ein Häppchen Butter. Frau Berendt sagte immer, es ist so gut für das Fell.

In der achten Woche passierte etwas nicht Alltägliches. Sabine Steffen, Zuchtwartin unserer Gruppe, kam nach Brodersdorf und hatte einen Koffer bei sich. Die kleinen Welpen ahnten noch nichts Böses. Doch als der Rest der erwachsenen Hundefamilie aus dem Wintergarten entfernt wurde und Frau Berendt immer nervöser wurde, kam das Unheil immer näher.

Ich weiß nicht mehr, wer sich zuerst auf den Tisch setzen musste, doch Brutus quietschte ganz laut als das Gerät vom Behang genommen wurde. Die Prozedur wurde mit Ben fortgesetzt, auch er schrie alles aus seinem Hundeelend hinaus. Die Geschwister kamen alle an die Reihe. Nun sahen sie am Ohr ganz grün aus.      Ben´s Täto-Nr. war nun            10 DN 7
Die Hundefamilie durfte jetzt wieder zu den Welpen kommen und sie trösten. Alraune leckte allen die Ohren sauber.
Die erste Autofahrt

An einem schönen warmen Frühlingstag, als Ben neun Wochen alt war, durfte er das erste mal ein Wochenende mit nach Friedrichsort fahren, um sein neues Zuhause kennen zu lernen. Während der Autofahrt durfte er auf Dieters Schoss sitzen. Es war für Ben sehr aufregend. Er zitterte wie Espenlaub, doch Dieter streichelte ihn und sprach ruhige Worte.
In Friedrichsort angekommen setzte Dieter den kleinen Ben auf den Rasen. Er staunte nicht schlecht, dies sollte er demnächst alles bewachen !
Wir spielten mit einem Ball. Es war für Ben ein Vergnügen, wenn wir beide hinter ihm her liefen. Doch als kleiner Hund wurde er noch schnell müde. Auch Dieter legte sich auf die Liege, die auf der Terrasse stand. Auf seiner Brust schlief der kleine Ben schnell ein.
Nun lernte er auch das Haus von innen kennen. In der Küche stand seine Futterstation und ein neues Körbchen. Dann trug ich den kleinen Ben die Treppen hinauf ins Schlafzimmer. Auch hier stand ein Körbchen für den Welpen. Im Badezimmer sah er plötzlich noch einen Hund, er kläffte und knurrte ihn heftig an, denn hier hat er das Sagen und das sollte der andere Hund auch wissen. Doch dann merkte Ben, das er immer das selbe machte wie er, nur Spiegelverkehrt. Die Sache wurde langweilig.
                   Wie aus Ben - Rocky wurde

Und dann fuhren wir zum Strand. Hier roch es nach Meer, Sand, Algen, Fischen und Tang. Im Sand tastete er sich vorsichtig zur Ostsee, doch die Wellen kamen immer näher, sodass er nasse Pfoten bekam. Also ging er lieber zurück und buddelte ein Loch im Sand. In die Arbeit war er so vertieft, daß er den Hund in der Ferne noch nicht bemerkte. Doch als er näher kam, wurde ihm doch etwas anders, das war für Ben ein Riese. Es war ein Goldener Retriever und hieß, genau wie er „BEN". Neugierig wie er war, musste er sich den großen Hund aus der Nähe betrachten. Vorsichtig ging er Schritt für Schritt dichter ran. Der große Ben war aber gut erzogen und so zeigte er dem kleinen Ben, daß auch Hunde keine Angst vor Wasser haben brauchen. So lernte er von ihm das Schwimmen.
Dieter und ich haben uns diesen Tag noch mehr mit dem Namen „BEN" beschäftigt. Jetzt stand sein neuer Rufname fest. Von nun an sollte Ben auf „Rocky" hören.
Es war ein schönes Wochenende. Am Sonntagabend fuhren wir wieder nach Brodersdorf zu dem Hunderudel. Fröhlich lief Rocky zu der Hundemeute, um seine Erlebnisse zu erzählen.
Nun endgültig nach Hause

Ende Juni 1999 war es dann endlich soweit, Dieter wurde aus dem Krankenhaus entlassen und wir durfte für immer Rocky abholen. Der Kontakt zu der Hundefamilie blieb aber bestehen. Wir fahren auch heute noch oft nach Brodersdorf.
Die DTK-Gruppe Probsteierhagen

Frau Berendt erzählte uns, daß sie ein Vereinsmitglied der DTK-Gruppe Probsteierhagen ist. Am 7. August 99 ist eine Hundewanderung in dem kleinem Dörfchen Fahren. Sie fragte, ob wir daran Teilnehmen möchten? Natürlich hatten wir große Lust !
Rocky war gerade vier Monate alt, als wir in der heißen Augustsonne wanderten. Der kleine Rocky hatte morgens nur einen großen Fehler begangen. Er war noch bei uns im Teich und hatte sehr viel Entenschnatter verschluckt. Dies bekam ihm beim Wandern nicht so gut. Er hatte eine große Magenverstimmung. Wir sahen es auch erst, als die Entenschnatter von seinen Magen wieder nach draußen befördert wurde. Er wurde dafür dann öfters auf den Arm genommen und brauchte nicht mehr so viel laufen. Der Abend endete mit Grillwurst, Salaten (für uns) und einem heftigem Gewitter.
Dieter und ich haben die Gruppe Probsteierhagen kennengelernt, wir wurden herzlich begrüßt, als wenn wir schon immer dazu gehörten.
Bei dieser Veranstaltung wurde auch die Hundeschule erwähnt, sie soll am 28.08.99 um 14 Uhr in Fahren beginnen.
Wandertag 1999
Wandertag 1999
Wir fuhren erfolgreich zu vielen Teckelschauen, arbeiteten mit ihm im Wald und am Wasser. Ob in der Hundeschule, im Wald oder im Ring, Rocky enttäuschte uns nie.
Auf seine Erfolge waren und sind wir sehr stolz.
der erste Hundeführerlehrgang
Wasserarbeit
Rockys erste Schweißfährte
Begleithundeprüfung

Also fuhren wir zur Hundeschule und wurden 1999 Mitglieder in der Gruppe Probsteierhagen.
In der Hundeschule lernten wir in erster Linie, welche Befehle für Rocky wichtig sind. Dieter lief mit Rocky an der Leine und ich habe zugesehen. Nach der Schule gab es immer Kaffee und Kuchen für uns. Zwei der Mitglieder backten stets einen Kuchen. So kam jeder mal dazu seinen Lieblingskuchen zu backen.
Im Herbst 1999 konnte Rocky noch nicht an der Prüfung BHP 1 + BHP 2 teilnehmen. Er war noch zu jung.
So war die Hundeschule im Jahr 2000 wieder Pflicht. Am 21.10.00 war die Begleithundeprüfung .

Rocky bestand die BHP 1 (Gehorsam) mit 43 Punkten und er bekam den 2. Preis. Gleichzeitig wurde auch die BHP 2 (Umweltverhalten) geprüft. Mit 60 Punkten bekam er den 1. Preis. Er wurde Tagessieger. Was waren wir stolz, denn wir haben wirklich einen gehorsamen Hund.

BHP 2000
Hundeschule
Frankfurt 2002
Hier geht es weiter zu Rockys weiteren Erfolgen
Seit wir nun Mitglieder in dem Teckelklub - Probsteierhagen sind, kreisen unsere Gedanken um eine eigene Teckelzucht. Im Jahr 2003 suchten wir uns die Hündin
„Xelina vom Felsenhügel" aus. Mit Xelina arbeiten wir im Wald und sind bei den Teckelschauen zu finden. Auch sie hat hervorragende Leistungen und gute Erfolge erbracht.
Rocky & Xelina haben im April 2005 geheiratet. Am 09.06.05 ist der erste Welpe von den beiden geboren. Eine kleine Hündin und die bleibt auch bei uns.
Wir werden unsere Welpen im Haus und im Garten aufziehen.
Magst Du mich denn noch ?
Rocky und Xelina
Wir werden ständig bemüht sein, eine gesunde Nachzucht zu erreichen. Wir werden mit den Buchstaben
18 DN ... tätowieren. Unser Zwingername ist im Dachshund Nr.: 10/2004 veröffentlicht worden.
Inzwischen haben wir "Familienzuwachs" bekommen     "Quendy von den Rowdy´s".     Am 23.Dez.2004 holten wir Quendy ab.
Quendy machte Anfang 2005 die Hundeerziehung in der Hundeschule unserer Gruppe mit. Sie entwickelte sich in der Folgezeit zu einer sehr schönen Hündin, so dass wir mit ihr im September zu einer „Spezialzuchtschau" fuhren. Quendy präsentierte sich sehr gut und zeigte sich im Ring wie ein „Profi". Doch leider stellte der Ringrichter bei der Hündin einen Zahnfehler fest. Die Ahnentafel wurde eingezogen und zum DTK geschickt. Die tierärztliche Untersuchung sollte uns Gewissheit verschaffen. Leider zeigten die Röntgenaufnahmen, dass die Prämolaren 1 und 2 im Unterkiefer fehlten. Wir bekamen vom DTK die Ahnentafel zurück mit dem Vermerk, dass Quendy zur Zucht nicht zugelassen werden kann.
Quendy 2005
Natürlich waren sehr traurig, denn unter diesen Umständen mussten wir für Quendy ein neues zu Hause suchen, obwohl wir inzwischen einige „ Zuchthoffnungen" in diese ansprechende Hündin gesetzt hatten.
Im Oktober bekamen wir einen Anruf von einem früheren Teckelbesitzer. Er besuchte uns und erzählte, das er am 21. Dez. in den Ruhestand gehen und dann wieder Zeit für einen Hund haben würde. Quendy mochte ihr neues Herrchen sofort und ging nicht mehr von seiner Seite. Sie besuchte ihn für ein Wochenende in ihrem neuen Heim, damit sich die beide besser kennen lernen konnten. Beide kamen glücklich am Sonntag wieder zurück, die Chemie zwischen ihnen stimmte augenscheinlich. Am 22. Dezember, kurz vor Weihnachten, durfte Quendy nun endgültig zu ihrem neuen Herrchen.

Zwischen Weihnachten und Neujahr besuchten uns beide. Wir gingen spazieren und hatten uns viel zu erzählen. Quendy freute sich auf und mit ihrer bisherigen Hundemeute und so tobte die Teckelfamilie ausgiebig am Ostseestrand. Doch jeder schöne Tag hat auch ein Ende. Quendy passte sehr gut auf, dass ihr neues Herrchen sie auch wieder mitnahm. Wir wünschen den beiden alles Gute und noch viel Freude miteinander. Mit Sicherheit werden wir Quendy noch häufiger sehen.

Inzwischen hat Quendy mit ihrem neuen Herrchen die BHP 1 u. 3 sowie den Wassertest mit Bravour bestanden.
Eine weitere kleine Hündin ist bei uns eingezogen „Jassana vom alten Apfelhof".
Mal sehen, was aus ihr so wird. Dieter freut sich auf jeden Fall auf die Ausbildung. Den ersten Kontkt zur Rehdecke hatte sie auch schon, fand sie aber noch nicht so klasse. Wir bleiben dran .....
Jasana hat die Sfk, die BHP 1 bestanden und übt kräftig auf der künstlichen Wundfährte. Mehrere platzierte Vorzüglich auf Katalogschauen hat sie auch schon erhalten. Wir machen weiter .....
Nun haben wir mit unserer Nachwuchshündin „Angelina ut Fiedelöhr" eine neue Aufgabe.
Der liebenswürdige Frechdachs - jetzt 7 Monate alt- muß dringend in die Hundeschule.
Und im April wird uns ein DTK-Richter etwas über ihre zu erwartende Form sagen (inzwischen hat sie V 1 gelaufen ) und Dieter will sie, wie er es auch mit Rocky und Xelina getan hat, in Feld und Wald jagdlich testen und die Beiden haben auch schon die BHP 1, die Schwhk 20 + 40 Std. und die Schußfestigkeitsprüfung mit Bravour bestanden.
Ihre Renate Fohs und Dieter Wendt
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